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Die Bäckerei Walter kann auf eine lange Tradition in der Stadt zurückblicken. Johann Georg Berroth hatte die Bäckerei 1885 gegründet, 1919 übernahm seine Tochter Emma mit ihrem Ehemann Hans Pahl, der ebenfalls aus einer bekannten Bäckerfamilie in der Mittelbachstraße stammt, die Bäckerei. Hans Pahl jun., Sohn aus dieser Ehe, fiel im Krieg, so dass die älteste Schwester, Margarete, das Geschäft zusammen mit ihrem Ehemann Erwin Walter weiterführte. Walter entschied sich damals, seinen Beruf Lokomotivführer aufzugeben und zum Bäcker umzuschulen. Am 1. April 1951 wurde die Bäckerei von den beiden offiziell übernommen. Schon ein Jahr später fand der erste Umbau des Geschäfts statt. Ein separater Eingang wurde damals geschaffen. Schritt für Schritt wurde das Gebäude mit der Bäckerei und der im hinteren Bereich des Erdgeschosses eingerichteten Backstube renoviert. 1978 übernahm der Sohn von Erwin Walter und Margarete, Hansjörg, die Geschäftsführung. 1986 erhielt die Bäckerei Walter als eine der ersten Bäckereigeschäfte im Umkreis einen ebenerdigen Zugang. Die Grundidee der aktuellen Umgestaltung ist, laut Architekt Cemal Isin, "den Marktplatz nach innen in die Bäckerei zu verlagern". Die Einrichtung sei durchaus bewusst einem Marktstand ähnlich gestaltet. Über die "Aktionsecke" mit saisonal geprägten Warenangeboten wie zum Beispiel Fastnachtkrapfen, sei man ohnehin direkt mit dem Marktgeschehen verbunden. |